“Das Nichtvorhandensein einer Advaita-Erfahrung (Sanskrit: advaita = Nicht-Dualität) – obwohl sie der Schlüssel für eine philosophische Anschauung der Trinität ist – hat dazu geführt, dass das Christentum sich von einem panischen Schrecken vor dem so genannten Pantheismus erfassen ließ. Wer den Monismus meiden will, gerät in die Gefahr des Dualismus: Gott und die Welt trennen sich radikal, wodurch der transzendente Gott immer überflüssiger wird, da er sich in einen Himmel zurückgezogen hat, der nicht mehr der astronomische ist, sondern ein Konzept. Der Schöpfer ruhte nicht nur am siebenten Tag, sondern zog sich, wie es den Anschein hat, in sein Reich zurück und ließ von der Schöpfung ab, da er ja einen evolutionistischen Superautomatismus angeregt hatte.

Der Mensch ist Gemeinschaftswesen; aber die menschliche Gemeinschaft ist auch kosmisch. Der Mensch ist integrierter und sogar konstituierender Bestandteil des Kosmos. Die Natur ist einer der Orte, wo der normale Mensch mit dem göttlichen Mysterium tiefer in Berührung kommen kann. Unser Kontakt mit der Natur ist nicht vorrangig begrifflich, sondern lebensnah, was die Anteilnahme unseres Intellekts an der Erfahrung der Natur nicht ausschließt.

Die Welt ist der Leib Gottes, nicht in cartesianischer Trennung, sondern in positiver Symbiose, wo die Differenzen nicht beseitigt werden, aber die Trennung überwunden wird.

Die „Schöpfung“ ist nicht vom „Schöpfer“ getrennt. Wenn der Schöpfer für einen Augenblick von der Schöpfung abließe, würde die Schöpfung ins Nichts zurücksinken, wo sie hergekommen ist. Im Rahmen der Kausalität kann der Intellekt sich bis auf Gott zurückführen, aber der Mensch ist nicht reiner Intellekt, und seine Verbindung mit Gott ist unmittelbar und bedarf nicht der Vermittlung des Verstandes – obgleich dieser den rationalen Weg bahnen kann.”

Raimon Panikkar

Quelle: Visionen, “Die Einheit von Gott, Mensch und Welt”

Als Maria sich von ihrer Familie nach einem östlichen Ort zurückzog und sich vor ihr abschirmte, da sandten Wir Unseren Engel Gabriel zu ihr, und er erschien ihr in der Gestalt eines vollkommenen Menschen; und sie sagte: “Ich nehme meine Zuflucht vor dir beim Allerbarmer, lass ab von mir, wenn du Gottesfurcht hast.”
Der Engel sprach: “Ich bin der Bote deines Herrn. Er hat mich zu dir geschickt, auf dass ich dir einen reinen Sohn beschere.”
Sie sagte: “Wie soll mir ein Sohn geschenkt werden, wo mich doch kein Mann je berührt hat und ich auch keine Hure bin?”
Er sprach: “So ist es; dein Herr aber spricht: »Es ist Mir ein leichtes, und Wir machen ihn zu einem Zeichen für die Menschen und zu Unserer Barmherzigkeit, und dies ist eine beschlossene Sache.«”

Und so empfing sie ihn und zog sich mit ihm an einen entlegenen Ort zurück. Und die Wehen der Geburt trieben sie zum Stamm einer Dattelpalme. Sie sagte: “O wäre ich doch zuvor gestorben und wäre ganz und gar vergessen!”
Da rief er ihr von unten her zu: “Sei nicht traurig. Dein Herr hat dir ein Bächlein fließen lassen; und schüttele den Stamm der Palme in deine Richtung, und sie wird frische reife Datteln auf dich fallen lassen. So iss und trink und sei frohen Mutes. Und wenn du einen Menschen siehst, dann sprich: »Ich habe dem Allerbarmer zu fasten gelobt, darum will ich heute mit keinem Menschen reden.«”

Dann brachte sie ihn auf dem Arm zu den Ihren. Sie sagten: “O Maria, du hast etwas Unerhörtes getan. O Schwester Aarons, dein Vater war kein Bösewicht, und deine Mutter war keine Hure.” Da zeigte sie auf ihn. Sie sagten: “Wie sollen wir zu einem reden, der noch ein Kind in der Wiege ist?”
Er sagte: “Ich bin ein Diener Gottes; Er hat mir das Buch gegeben und mich zu einem Propheten gemacht. Und Er gab mir Seinen Segen, wo ich auch sein möge, und Er befahl mir Gebet und Almosen, solange ich lebe; und ehrerbietig gegen meine Mutter zu sein; Er hat mich nicht gewalttätig und unselig gemacht. Und Friede war über mir an dem Tage, als ich geboren wurde, und Friede wird über mir sein an dem Tage, wenn ich sterben werde, und an dem Tage, wenn ich wieder zum Leben erweckt werde.”

Dies ist Jesus, Sohn der Maria – dies ist eine Aussage der Wahrheit, über die sie uneins sind.

Koran, Sure 19:16–34

Auf die Frage

“Was ist Gott?”

gibt es nur eine adäquate Antwort:

“Das kann ich nicht sagen.”

Und diese Antwort hat tausend Bedeutungen.

Eine Skizze

 

Vielleicht kann man sich an den Gedanken gewöhnen, dass im 21. Jahrhundert es für alle Religionen an der Zeit sein könnte, vorrational-magisches Bewusstsein in rationales und transrationales Bewusstsein zu überführen.

Vielleicht kann man sich an den Gedanken gewöhnen, dass sich auch das Christentum und Christ-Sein von aller Magie befreien ließe. Dass Jesus von Nazareth nur ein Mensch war, seine Gottessohnschaft keine physische Personalisierung Gottes und keine Vergottung der physischen Person Jesu bedeutet.

Vielleicht kann man sich an den Gedanken gewöhnen, dass den dunkelhäutigen Mann aus Nazareth mit den kurzen schwarzen Haaren diese Gotteskindschaft nicht separiert. Dass dieser Mann namens Jeschua nach seinem Tod nicht leiblich auferstand und es keine physische Himmelfahrt gab.

Vielleicht könnte man sich daran gewöhnen, dass dieser junge Wanderprediger aus Nazareth eine Lehre (Botschaft) hatte, gelehrt in Worten und Lebensführung. Eine Lehre, die aus religiösen, spirituellen, psychologischen, sozialen und ethischen Elementen besteht. Eine Lehre, die selbstverständlich auch der Kultur ihrer Zeit unterlag, und der Fortentwicklung unterliegen darf (und sollte). Eine Lehre, die uns auch nötigt, selbständig nachzudenken und Verantwortung zu übernehmen.

Vielleicht könnte man sich daran gewöhnen, dass dieser Jeschua eben nicht Anbetung seiner Person einforderte, sondern einlud, ihm zu folgen, zu werden wie er: Ein Sohn (oder eine Tochter) Gottes, ein Gesalbter – ein Christ(us), ein Erlöser für sich und andere. Dass er uns eine persönliche und liebende Gottesbeziehung beibringen wollte, die keine Vermittler (Priester) benötigt, und uns nicht (oder nicht nur) auf ein „Jenseits“ ausrichtet, sondern ein Leben im Hier und Jetzt und in Fülle schenken soll.

 

Vielleicht ließe sich denken,
dass Jesus von Nazareth nicht der Kern des Christentums ist,
sondern der Ausgangspunkt.

 

Und dass nach ihm andere wahre Söhne und Töchter Gottes kamen und kommen werden – auch in anderen Religionen und außerhalb der Religionen.

 

Der Kern des Christentums ist nicht Jesus,
sondern Christus.

 

Und (ein) Christus ist (potentiell) jeder Christ. Ein Kind Gottes. Sohn oder Tochter Gottes. Eins mit dem „Vater“.

Jesus Christus. Paulus Christus. Giovanni Battista Bernardone Christus. Theresa Christus. Ali Christus. Otto Christus. Britta Christus.
 

 

 
Wann gelingt es uns, damit aufzuhören, Gott nach unserem Bilde zu erschaffen, und zuzulassen, dass Gott uns nach seinem Bilde erschafft (Gen 1,27)?

Wann gelingt es uns, Gott nicht länger als ein Ding, als ein Etwas anzusehen, und damit zu beginnen, Gott als das in der “Schöpfung” prozesshafte, von einer gesonderten Eigenexistenz leere Sein, Gott wesentlich als Beziehung, zu erkennen, deren Wirkkraft und Verdichtung menschliche Begriffe Liebe nennen?
 
 

„Denn aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist die ganze Schöpfung.”
Römer 11,36

 

 

 

“Science and Spirituality:

They are two different
windows to look at reality.

They complement rather
than oppose each other.”

Trịnh Xuân Thuận

 

Buchempfehlung: “Quantum und Lotus” von Trịnh Xuân Thuận und Matthieu Ricard, Goldmann, München 2001/2008

 

Erst als es losließ, hörte es auf zu fallen. Die Endlosigkeit seines Fluges löste sich in sich selbst auf. Es war ein bedrohlicher, gefährlicher Flug gewesen, denn die Endlosigkeit zerstört und vernichtet, sollte sie ihr Ende finden, anstatt sich in sich selbst aufzulösen. Gut, dass es nicht denken konnte, vielmehr: noch nicht richtig denken konnte. Aber es hatte Empfindungen. Gefühle so weit wie der Raum und Nicht-Raum seines Fluges, so mächtig wie die Ursache seines Falls. Also hatte es Angst, und es war traurig, als es so lange fiel. Aber es fiel nicht tief, da es ja endlos fiel. Es gab keinen Boden, dem sich der Fall näherte. Dies aber wusste es nicht; es konnte noch nicht richtig denken. Und das war gut. Denn hätte es die Endlosigkeit erkannt, so hätte sie sich nicht aufgelöst. Sie hätte ihr Ende gefunden: in einem Boden, der sich nähert. Da es aber ein wenig, ansatzweise nur, wie verschwommen, denken konnte, ahnte es, dass es irgendwann loslassen muss. Jedoch der beginnende Gedanke fand nicht seine Folge und nicht sein Ziel.

So sah es im Flug zunächst den Himmel. Schwarz erst, den Blick einfangend nur in den Sternen, die ein vorbeigehender Mond berührte. Dämmernd, in kaltem, tiefdunklen Blau, bald in wärmendem Violett, glühend dann in brennendem Rot, sich wandelnd schließlich in das tragende Blau des Taghimmels. Und es sah die Wolken, kleine weiche weiße, große kantige graue und formlos geformte mächtige blauschwarze Wolken. Aber es ließ nicht los, es klammerte sich fest, ganz fest, in seiner großen Angst.

Dann sah es die Erde: Ebenen, Täler und Berge, Flüsse, Seen und Meere. Und es sah das Leben auf der Erde: Pflanzen, Tiere und auch Menschen. Aber es sah dies nur, nicht mehr. Und es fiel nicht auf die Erde zu, es flog an ihr vorüber. Also ließ es auch nicht los, denn es hatte Angst.

Schließlich hörte es die Musik, die aus dem Nirgendwo und Irgendwann kam, dort, wo die Stille ausruht, ihre Last ablegt. Und die abgelegte Last war Musik, leise nicht und auch laut nicht. Schnell nicht und auch langsam nicht. Ohne Rhythmus war sie, denn es war da keine Zeit. Endlich aber wurde die Angst beruhigt, ein wenig. Doch es ließ nicht los.

Wie auch hätte es loslassen sollen? Es konnte noch nicht richtig denken, also auch nicht erkennen. Und das war gut. Denn hätte es die Endlosigkeit erkannt, so hätte sie sich nicht in sich selbst aufgelöst. Sie hätte ihr Ende gefunden: in einem Boden, der sich nähert. Da es aber ein wenig, ansatzweise nur, wie verschwommen, denken konnte, ahnte es, dass es irgendwann loslassen muss. Und die Angst hätte endlich ein Ende. Jedoch der beginnende Gedanke fand nicht seine Folge und nicht sein Ziel.

So näherte es sich also der Endlosigkeit. Der Himmel war nicht mehr, nicht die Wolken, nicht die Erde und ihr Leben, und auch nicht die Musik. Und es begann die Endlosigkeit. Endlos begann sie, endlos war sie, unverrückbar endlos blieb sie. Und endlos wurde auch die Angst, groß und größer, mächtig und übermächtig. So wurde es traurig, sehr traurig, übermächtig und endlos traurig. Denn es hatte Empfindungen. Gefühle so weit wie der Raum und Nicht-Raum seines Fluges, so mächtig wie die Ursache seines Falls, so übermächtig, dass das Denken, welches noch nicht richtig war, sein Ende fand. Denn die Endlosigkeit war nur um es herum, und nur in der Angst, und nur in der Traurigkeit, nicht aber in ihm. Das hatte es nicht erkannt, da es noch nicht richtig denken konnte. Und das war gut. Denn hätte es die Endlosigkeit und ihren Ort erkannt, so hätte sie sich nicht in sich selbst aufgelöst. Sie hätte ihr Ende gefunden: in einem Boden, der sich nähert. Da aber das Denken sein Ende fand, hatte es losgelassen. Und als es losließ, hörte es auf zu fallen. Die Endlosigkeit seines Fluges löste sich in sich selbst auf.

 

Endlos ist endlich das eine Wesen, wenn es ankommt, in der Auflösung der Endlosigkeit in sich selbst.

 

© 2003/2014

Integral“Jahrhundertelang haben die kontemplativen Traditionen innerhalb der großen Weltreligionen die Landschaft der inneren Erfahrung untersucht. Sie haben präzise und reproduzierbare Methoden praktiziert, um den Geist positiv zu verändern und zu trainieren. Gleichzeitig hat die westliche Wissenschaft unser Verstehen der materiellen Welt exponentiell erweitert. Heute arbeiten immer mehr Wissenschaftler und Kontemplationsübende zusammen, um ein vollständigeres Bild der menschlichen Erfahrung zu erkennen.”

Quelle: http://www.arbor-seminare.de/die-neue-wissenschaft-des-geistes

 

 

 

“Wie finden Sie das? Ist das verrückt? Sind die Mystiker und Weisen Verrückte? Weil sie immer nur Varianten derselben Geschichte erzählen, nicht wahr? Der Geschichte, daß man eines Morgens aufwacht und entdeckt, daß man eins ist mit dem Allganzen, und zwar in einer zeitlosen, ewigen und unendlichen Weise?

Ja, vielleicht sind sie verrückt, diese göttlichen Narren. Vielleicht sind sie raunende Idioten im Angesicht des Abgrunds. Vielleicht brauchen sie einen netten, verständnisvollen Therapeuten. Ja, das würde ihnen bestimmt guttun.

Aber dann, frage ich mich. Vielleicht verläuft die Evolution ja wirklich von der Materie über den Körper, den Geist und die Seele zum GEIST auf jeweils einander transzendierenden und einschließenden Stufen, die jeweils mehr Tiefe, ein größeres Bewußtsein und eine größere Umfassendheit mit sich bringen. Und vielleicht, es könnte doch sein, rührt in den höchsten Regionen der Evolution das Bewußtsein eines Menschen tatsächlich an das Unendliche, in einem vollkommenen Umschließen des ganzen Kósmos, in einem kosmischen Bewußtsein, das das Erwachen des GEISTES zu seiner eigenen wahren Natur ist.

Dies ist zumindest plausibel. Und sagen Sie mir: Ist dieses Lied, das Mystiker und Weise in der ganzen Welt singen, verrückter als das Lied des wissenschaftlichen Materialismus, demzufolge der ganze Weltengang frei nach Shakespeares Hamlet eine Geschichte ist, »die ein Wahnsinniger erzählt, voller Schall und Rauch, die nicht das geringste bedeutet«? Hören Sie doch einmal genau hin: Welches dieser beiden Lieder klingt denn nun wirklich total verrückt?

Ich will Ihnen sagen, was ich glaube. Für mich sind die Weisen die wachsende Spitze des geheimen Impulses der Evolution. Für mich sind sie die Speerspitze des Drangs zur Selbsttranszendenz, die immer über dasjenige hinausgeht, was vorher war. Ich glaube, daß sie nichts anderes als den Drang des Kósmos zu mehr Tiefe und einer Erweiterung des Bewußtseins verkörpern. Ich glaube, daß sie auf einem Lichtsstrahl sitzen, der der Begegnung mit Gott entgegeneilt.

Ich glaube, daß sie auf dieselbe Tiefe in Ihnen, in mir und in uns allen verweisen. Ich glaube, daß sie in Verbindung mit dem Weltall stehen, daß der Kósmos durch ihre Stimme singt, der GEIST aus ihren Augen leuchtet. Ich glaube, daß sie uns das Antlitz des Morgen enthüllen, daß sie uns die Augen für das Innerste unseres eigenen Schicksals öffnen, das sich schon jetzt in der Zeitlosigkeit des gegenwärtigen Augenblicks vollzieht, und in dieser aufregenden Erkenntnis wird die Stimme des Weisen zu deiner Stimme, das Auge des Weisen zu deinem Auge; du redest mit Engelszungen und bist vom Feuer der Erkenntnis entzündet, die niemals anfängt und niemals aufhört. Du erkennst dein eigenes wahres Antlitz im Spiegel des Kósmos selbst: Deine Identität ist wahrhaftig das Weltall, und du bist nicht mehr Teil dieses Stroms, du bist dieser Strom in einem Weltall, das sich nicht um dich, sondern in dir entfaltet. Die Sterne leuchten nicht mehr irgendwo dort draußen, sondern hier im Inneren. Supernovae flammen in deinem Herzen auf, und die Sonne scheint in deinem Gewahrsein. Weil du alles transzendierst, schließt du alles in dir ein. Es gibt hier kein endgültiges Ganzes mehr, nur einen endlosen Prozeß, und du bist die Öffnung, die Lichtung oder die reine Leerheit, in der sich der ganze Prozeß entfaltet – endlos, wunderbar, unaufhörlich, leicht.

Das ganze Spiel ist ausgelöscht, dieser Alptraum der Evolution, und du bist genau da, wo du vor Beginn dieser ganzen Show warst. Im Schock der plötzlichen Erkenntnis des ganz Offensichtlichen siehst du dein eigenes ursprüngliches Antlitz, das Antlitz, das du vor dem Urknall hattest, das Antlitz der äußersten Leerheit, die als die ganze Schöpfung lächelt und als der ganze Kósmos singt – und all dies ist in diesem Urerkennen ausgelöscht, und es bleibt nichts zurück als das Lächeln und die Spiegelung des Mondes auf einem stillen Teich, tief in einer kristallklaren Nacht.”

Ken Wilber, Eine kurze Geschichte des Kosmos, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1997/2011, S. 68 f.

***

Bei aller Kritik, die man vielleicht in einzelnen Punkten an Ken Wilbers Denken und Werk vorbringen mag, scheint mir seine Integrale Theorie die plausibelste und brauchbarste philosophische “Theorie von Allem” der heutigen Zeit zu sein. Jedem, der “an allem” interessiert ist, an Naturwissenschaft wie an Geisteswissenschaft, an Kunst, Philosophie, Religion und Philosophie, an der Entwicklung und Evolution seiner eigenen Person, seines eigenen Lebens, der Welt und seiner Bewohner, und schließlich an der Suche nach dem Einigenden all dessen, empfehle ich ohne Einschränkung, sein wichtigstes Werk »Eros, Kósmos, Logos« zu lesen, und alternativ – oder am besten zusätzlich – die leicht verständliche Zusammenfassung »Eine kurze Geschichte des Kosmos«.

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