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Der neue Bund, den ich mit euch schließen will,
wird völlig anders sein,
als der alte Bund, an dem ihr hängt und festhaltet,
den ihr gebrochen habt und brechen werdet:

Ich werde euch mein Gesetz nicht auf Steintafeln,
sondern in euer Herz einschreiben.

Ich werde euer sein
und ihr werdet mein sein.

Niemand muss dann noch seine Freunde und Feinde belehren
oder einfordern, mich auf seine Weise kennenzulernen.
Es unterscheidet euch in mir nicht,
welchen Glaubens oder Nicht-Glaubens ihr seid,
welcher Religion ihr anhängt,
oder wie ihr mich nennt.

Denn alle in diesem Bund werden dann wissen,

wer ich bin,

von den Geringsten bis zu den Vornehmsten,
von den Dümmsten bis zu den Schlauesten,
von den Kleinsten bis zu den Größten,
von den Ärmsten bis zu Reichsten,
von den Schwächsten bis zu den Stärksten,
und von den Mächtigsten bis zu den Ohnmächtigsten.

Das sage ich,
der sie führen wird
in Freiheit.

Ich will ihre Sonderung von mir nehmen
und sie aufnehmen
in die eine Liebe.

*

(nach) Jeremia 31,32-34

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„Das Nichtvorhandensein einer Advaita-Erfahrung (Sanskrit: advaita = Nicht-Dualität) – obwohl sie der Schlüssel für eine philosophische Anschauung der Trinität ist – hat dazu geführt, dass das Christentum sich von einem panischen Schrecken vor dem so genannten Pantheismus erfassen ließ. Wer den Monismus meiden will, gerät in die Gefahr des Dualismus: Gott und die Welt trennen sich radikal, wodurch der transzendente Gott immer überflüssiger wird, da er sich in einen Himmel zurückgezogen hat, der nicht mehr der astronomische ist, sondern ein Konzept. Der Schöpfer ruhte nicht nur am siebenten Tag, sondern zog sich, wie es den Anschein hat, in sein Reich zurück und ließ von der Schöpfung ab, da er ja einen evolutionistischen Superautomatismus angeregt hatte.

Der Mensch ist Gemeinschaftswesen; aber die menschliche Gemeinschaft ist auch kosmisch. Der Mensch ist integrierter und sogar konstituierender Bestandteil des Kosmos. Die Natur ist einer der Orte, wo der normale Mensch mit dem göttlichen Mysterium tiefer in Berührung kommen kann. Unser Kontakt mit der Natur ist nicht vorrangig begrifflich, sondern lebensnah, was die Anteilnahme unseres Intellekts an der Erfahrung der Natur nicht ausschließt.

Die Welt ist der Leib Gottes, nicht in cartesianischer Trennung, sondern in positiver Symbiose, wo die Differenzen nicht beseitigt werden, aber die Trennung überwunden wird.

Die „Schöpfung“ ist nicht vom „Schöpfer“ getrennt. Wenn der Schöpfer für einen Augenblick von der Schöpfung abließe, würde die Schöpfung ins Nichts zurücksinken, wo sie hergekommen ist. Im Rahmen der Kausalität kann der Intellekt sich bis auf Gott zurückführen, aber der Mensch ist nicht reiner Intellekt, und seine Verbindung mit Gott ist unmittelbar und bedarf nicht der Vermittlung des Verstandes – obgleich dieser den rationalen Weg bahnen kann.“

Raimon Panikkar

Quelle: Visionen, „Die Einheit von Gott, Mensch und Welt“

Eine Skizze

 

Vielleicht kann man sich an den Gedanken gewöhnen, dass im 21. Jahrhundert es für alle Religionen an der Zeit sein könnte, vorrational-magisches Bewusstsein in rationales und transrationales Bewusstsein zu überführen.

Vielleicht kann man sich an den Gedanken gewöhnen, dass sich auch das Christentum und Christ-Sein von aller Magie befreien ließe. Dass Jesus von Nazareth nur ein Mensch war, seine Gottessohnschaft keine physische Personalisierung Gottes und keine Vergottung der physischen Person Jesu bedeutet.

Vielleicht kann man sich an den Gedanken gewöhnen, dass den dunkelhäutigen Mann aus Nazareth mit den kurzen schwarzen Haaren diese Gotteskindschaft nicht separiert. Dass dieser Mann namens Jeschua nach seinem Tod nicht leiblich auferstand und es keine physische Himmelfahrt gab.

Vielleicht könnte man sich daran gewöhnen, dass dieser junge Wanderprediger aus Nazareth eine Lehre (Botschaft) hatte, gelehrt in Worten und Lebensführung. Eine Lehre, die aus religiösen, spirituellen, psychologischen, sozialen und ethischen Elementen besteht. Eine Lehre, die selbstverständlich auch der Kultur ihrer Zeit unterlag, und der Fortentwicklung unterliegen darf (und sollte). Eine Lehre, die uns auch nötigt, selbständig nachzudenken und Verantwortung zu übernehmen.

Vielleicht könnte man sich daran gewöhnen, dass dieser Jeschua eben nicht Anbetung seiner Person einforderte, sondern einlud, ihm zu folgen, zu werden wie er: Ein Sohn (oder eine Tochter) Gottes, ein Gesalbter – ein Christ(us), ein Erlöser für sich und andere. Dass er uns eine persönliche und liebende Gottesbeziehung beibringen wollte, die keine Vermittler (Priester) benötigt, und uns nicht (oder nicht nur) auf ein „Jenseits“ ausrichtet, sondern ein Leben im Hier und Jetzt und in Fülle schenken soll.

 

Vielleicht ließe sich denken,
dass Jesus von Nazareth nicht der Kern des Christentums ist,
sondern der Ausgangspunkt.

 

Und dass nach ihm andere wahre Söhne und Töchter Gottes kamen und kommen werden – auch in anderen Religionen und außerhalb der Religionen.

 

Der Kern des Christentums ist nicht Jesus,
sondern Christus.

 

Und (ein) Christus ist (potentiell) jeder Christ. Ein Kind Gottes. Sohn oder Tochter Gottes. Eins mit dem „Vater“.

Jesus Christus. Paulus Christus. Giovanni Battista Bernardone Christus. Theresa Christus. Ali Christus. Otto Christus. Britta Christus.
 

 

 
Wann gelingt es uns, damit aufzuhören, Gott nach unserem Bilde zu erschaffen, und zuzulassen, dass Gott uns nach seinem Bilde erschafft (Gen 1,27)?

Wann gelingt es uns, Gott nicht länger als ein Ding, als ein Etwas anzusehen, und damit zu beginnen, Gott als das in der „Schöpfung“ prozesshafte, von einer gesonderten Eigenexistenz leere Sein, Gott wesentlich als Beziehung, zu erkennen, deren Wirkkraft und Verdichtung menschliche Begriffe Liebe nennen?
 
 

„Denn aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist die ganze Schöpfung.“
Römer 11,36

 

 

„Wie finden Sie das? Ist das verrückt? Sind die Mystiker und Weisen Verrückte? Weil sie immer nur Varianten derselben Geschichte erzählen, nicht wahr? Der Geschichte, daß man eines Morgens aufwacht und entdeckt, daß man eins ist mit dem Allganzen, und zwar in einer zeitlosen, ewigen und unendlichen Weise?

Ja, vielleicht sind sie verrückt, diese göttlichen Narren. Vielleicht sind sie raunende Idioten im Angesicht des Abgrunds. Vielleicht brauchen sie einen netten, verständnisvollen Therapeuten. Ja, das würde ihnen bestimmt guttun.

Aber dann, frage ich mich. Vielleicht verläuft die Evolution ja wirklich von der Materie über den Körper, den Geist und die Seele zum GEIST auf jeweils einander transzendierenden und einschließenden Stufen, die jeweils mehr Tiefe, ein größeres Bewußtsein und eine größere Umfassendheit mit sich bringen. Und vielleicht, es könnte doch sein, rührt in den höchsten Regionen der Evolution das Bewußtsein eines Menschen tatsächlich an das Unendliche, in einem vollkommenen Umschließen des ganzen Kósmos, in einem kosmischen Bewußtsein, das das Erwachen des GEISTES zu seiner eigenen wahren Natur ist.

Dies ist zumindest plausibel. Und sagen Sie mir: Ist dieses Lied, das Mystiker und Weise in der ganzen Welt singen, verrückter als das Lied des wissenschaftlichen Materialismus, demzufolge der ganze Weltengang frei nach Shakespeares Hamlet eine Geschichte ist, »die ein Wahnsinniger erzählt, voller Schall und Rauch, die nicht das geringste bedeutet«? Hören Sie doch einmal genau hin: Welches dieser beiden Lieder klingt denn nun wirklich total verrückt?

Ich will Ihnen sagen, was ich glaube. Für mich sind die Weisen die wachsende Spitze des geheimen Impulses der Evolution. Für mich sind sie die Speerspitze des Drangs zur Selbsttranszendenz, die immer über dasjenige hinausgeht, was vorher war. Ich glaube, daß sie nichts anderes als den Drang des Kósmos zu mehr Tiefe und einer Erweiterung des Bewußtseins verkörpern. Ich glaube, daß sie auf einem Lichtsstrahl sitzen, der der Begegnung mit Gott entgegeneilt.

Ich glaube, daß sie auf dieselbe Tiefe in Ihnen, in mir und in uns allen verweisen. Ich glaube, daß sie in Verbindung mit dem Weltall stehen, daß der Kósmos durch ihre Stimme singt, der GEIST aus ihren Augen leuchtet. Ich glaube, daß sie uns das Antlitz des Morgen enthüllen, daß sie uns die Augen für das Innerste unseres eigenen Schicksals öffnen, das sich schon jetzt in der Zeitlosigkeit des gegenwärtigen Augenblicks vollzieht, und in dieser aufregenden Erkenntnis wird die Stimme des Weisen zu deiner Stimme, das Auge des Weisen zu deinem Auge; du redest mit Engelszungen und bist vom Feuer der Erkenntnis entzündet, die niemals anfängt und niemals aufhört. Du erkennst dein eigenes wahres Antlitz im Spiegel des Kósmos selbst: Deine Identität ist wahrhaftig das Weltall, und du bist nicht mehr Teil dieses Stroms, du bist dieser Strom in einem Weltall, das sich nicht um dich, sondern in dir entfaltet. Die Sterne leuchten nicht mehr irgendwo dort draußen, sondern hier im Inneren. Supernovae flammen in deinem Herzen auf, und die Sonne scheint in deinem Gewahrsein. Weil du alles transzendierst, schließt du alles in dir ein. Es gibt hier kein endgültiges Ganzes mehr, nur einen endlosen Prozeß, und du bist die Öffnung, die Lichtung oder die reine Leerheit, in der sich der ganze Prozeß entfaltet – endlos, wunderbar, unaufhörlich, leicht.

Das ganze Spiel ist ausgelöscht, dieser Alptraum der Evolution, und du bist genau da, wo du vor Beginn dieser ganzen Show warst. Im Schock der plötzlichen Erkenntnis des ganz Offensichtlichen siehst du dein eigenes ursprüngliches Antlitz, das Antlitz, das du vor dem Urknall hattest, das Antlitz der äußersten Leerheit, die als die ganze Schöpfung lächelt und als der ganze Kósmos singt – und all dies ist in diesem Urerkennen ausgelöscht, und es bleibt nichts zurück als das Lächeln und die Spiegelung des Mondes auf einem stillen Teich, tief in einer kristallklaren Nacht.“

Ken Wilber, Eine kurze Geschichte des Kosmos, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1997/2011, S. 68 f.

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Bei aller Kritik, die man vielleicht in einzelnen Punkten an Ken Wilbers Denken und Werk vorbringen mag, scheint mir seine Integrale Theorie die plausibelste und brauchbarste philosophische „Theorie von Allem“ der heutigen Zeit zu sein. Jedem, der „an allem“ interessiert ist, an Naturwissenschaft wie an Geisteswissenschaft, an Kunst, Philosophie, Religion und Philosophie, an der Entwicklung und Evolution seiner eigenen Person, seines eigenen Lebens, der Welt und seiner Bewohner, und schließlich an der Suche nach dem Einigenden all dessen, empfehle ich ohne Einschränkung, sein wichtigstes Werk »Eros, Kósmos, Logos« zu lesen, und alternativ – oder am besten zusätzlich – die leicht verständliche Zusammenfassung »Eine kurze Geschichte des Kosmos«.

Es scheint schon ein seltsamer Zufall zu sein, wenn einem gerade in den Zeiträumen der Beschäftigung mit einer bestimmten Thematik ein Buch „über den Weg läuft“, das Antworten – so vorläufig sie auch sein mögen – auf einige der zentralen Fragen dieser Gedanken anzustoßen vermag. Es ist mir nicht nur einmal passiert, nun geschah es wieder; und es scheint, als wären diese zufälligen Ereignisse Ausschnitte eines einzigen größeren Bildes, das sich im Gesamten nicht wirklich erkennen und überblicken lässt, weil man noch viel zu nah davor steht.

Sind das wirklich blinde Zufälle? Oder steckt da irgendetwas dahinter, über das sich kaum mehr als spekulieren lässt?

Eine solche Frage, bezogen auf Evolution und Gott, beschäftigte auch Charles Darwin, den „Vater der Evolutionslehre“, der seinen einzigen Studienabschluss in Theologie gemacht hatte. Und auch Darwin, als er gegen Lebensende sich wieder stärker der Gottesfrage zuwandte, „lief ein Buch über den Weg“, das ihn offenbar sehr bewegte: „The Creed of Science“ [Das Glaubensbekenntnis der Wissenschaft] von William Graham. Um diese Begebenheit (aber längst nicht nur darum) geht es in dem neuen Buch von Michael Blume:

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M. Blume: Evolution und Gottesfrage

Michael Blume: Evolution und Gottesfrage
Charles Darwin als Theologe
Herder Spektrum Bd.6582, 2013, 175 S.
Verlag: Herder, Freiburg
ISBN: 9783451065828
9,99 € (D)

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Es war vor allem der Briefwechsel zwischen Darwin und Graham, in dem es um das Verhältnis von Wissenschaft, Evolution, Religion und Gott geht, und der in Michael Blumes Buch nun erstmals ins Deutsche übersetzt zu lesen ist, sowie die weiteren Ausführungen M. Blumes zu Graham und seinem „The Creed of Science“, die mir – wie Eingangs erwähnt – einen Anstoß gaben.

Von Anfang an war klar, dass ich über Michael Blumes Buch „Evolution und Gottesfrage“ in diesem Blog schreiben würde. Dieses Buch zu lesen, hat mir sehr viel Freude gemacht. Ich empfinde es nicht nur als spannend geschrieben; es vermittelt auch, über die Darstellung seines Kerns – Charles Darwin als Theologe – hinaus, Informationen und Betrachtungen weiterer Themen, wie zu Geschichte und heutigem Erkenntnisstand der Evolutionsforschung zur Religion, oder zum Sozialdarwinismus, dessen späterer Verdrängung und oft unzureichender Aufarbeitung, zu Darwins eigenen Überlegungen zur Evolution von Religion, usw. Als für mich besonders erlebte ich beim Lesen, durch Michael Blumes Auswahl an biografischen Einschnitten und Zitaten, ein wenig den Menschen Charles Darwin näher kennenlernen zu dürfen, das, was ihn in seinem Inneren bewegte, über seine Mitleidsfähigkeit gegenüber Tieren, seine Ablehnung von Heilsexklusivismus, über sein Zweifeln und Suchen.

Zudem zeigt sich Michael Blumes Buch in erfreulicher Weise ungewöhnlich darin, dass er die interdisziplinäre Vernetzung über das Internet, die „Bürgerwissenschaftler“, Blogger und Kommentatoren würdigt. So ist das Buch sogar „Allen konstruktiven Bloggerinnen und Bloggern, Kommentatorinnen und Kommentatoren“ gewidmet.

Die rasch sich entwickelnden Diskussionen um das Buch und sein Thema überraschten mich ein wenig; aber sie freuen mich auch, zeigen sie doch, dass Michael Blume da möglicherweise „einen Nerv getroffen hat“. Links dazu befinden sich am Ende dieses Artikels.

Und noch etwas überraschte mich. Einige der Gedanken, die ich für mich dilettantisch (und sicher oft stümperhaft) über Jahre hinweg meinte entwickelt zu haben, oder die sich, vermeintlich neu, anderenortes lesen ließen, fand ich nun in diesem Buch wieder, skizziert von einigen klugen Köpfen bereits vor fast eineinhalb Jahrhunderten, auf breiter Basis bis heute kaum wahrgenommen, reflektiert und diskutiert.

In diesen Bereich fiel auch Grahams Emergentismus, der mich (zunächst noch intuitiv) einen Brückenschlag erkennen ließ zum integral-holarchischem Modell, wie es Ken Wilber in Eros, Kosmos, Logos entwickelte (und das er – angefangen bei Plotin – als nicht erdacht, sondern in den Grundzügen bereits von Einigen vor ihm [aus der mystischen Schau] abgeleitet verstanden wissen möchte). Bei aller in mir im Laufe der Jahre entstandenen Kritik an diesem Weltbild, fesselt es mich noch immer – oder besser: wieder neu -, und meine eigene Kritik beginnt, auch in Folge Michael Blumes „Evolution und Gottesfrage“, langsam zu bröckeln. Diese Verknüpfung war sicherlich nicht Michael Blumes Intention; nein, sie ist subjektiv. Und damit kehre ich zurück zum Anfang dieser Rezension.

Also: über Michael Blumes neues Buch wollte ich hier schreiben. Doch selten fiel es mir so schwer, einen Beginn zu finden und einen „roten Faden zu spinnen“. Denn es war klar, dass ich nicht mit einem „objektiven Anstrich“ rezensieren wollte, sondern von Anfang an ausdrücklich subjektiv. In „Seelengrund“ geht es ja, nicht nur, aber doch vorwiegend, um Mystik. Und (meine) Mystik, bzw. das aus ihr erwachsende „Weltbild“ war es, welche/s durch einige Punkte dieses Buches angesprochen wurde. Das mag nicht gleich verständlich sein, wenn man das Buch kennt. Doch das, was mich – wie Eingangs erwähnt – schon eine Weile gedanklich beschäftigt, ist die „Evolution Gottes“ (was ja nicht per se die gleiche Themenstellung ist wie „Evolution und Gottesfrage“). Diese lässt sich aus verschiedenen Perspektiven betrachten: kulturell, religionshistorisch, gesellschaftlich, evolutionsbiologisch, psychologisch, neurologisch, theologisch, usw., und zentriert sich dann individuell-persönlich für mich in der mystischen Perspektive, wie vielleicht schon der vorangegangene Artikel erahnen ließ. Zwar ist es viel zu früh, mich an dieser Stelle dazu zu äußern. Der Anstoß, den mir M. Blumes Buch „Evolution und Gottesfrage“ insoweit gab, führt mich möglicherweise in einen sehr lange dauernden Prozess. Dennoch spielt dieses Buch auch auf andere Weise mit hinein, wenn ich (bejahend) an die Zeilen Newbergs und Waldmans denke, die ich in Die pluralistische Zukunft Gottes zitierte:

„Was auch immer Gott oder das Universum sein mag, wir bekommen nur einen kleinen Ausschnitt davon zu sehen. (…) Vielleicht können wir auf ähnliche Art und Weise ein vollkommeneres Gottesverständnis erlangen, indem wir all unsere Beschreibungen der menschlichen Natur, der Realität, der Spiritualität und des Universums zusammentragen.“

[Andrew Newberg u. Mark Robert Waldman, Der Fingerabdruck Gottes – Wie religiöse und spirituelle Erfahrungen unser Gehirn verändern, Verlag Goldmann, München 2012, S. 173]

Wenn ich mich richtig erinnere, sieht Michael Blume die Arbeiten Newbergs skeptisch, und möglicherweise würde Michael Blume meine Verbindungen hier weit von sich weisen, aber zum einen ist es nicht er, der diese Verbindungen herstellt, und zum anderen ist es nunmal das, was sich auf der Hintergrundebene meines bescheidenen Denkens abspielt: Eine ständige Tendenz, solche Beschreibungen zusammenzutragen und (auf meine Weise) zu verbinden. Und auch M. Blume gehört eben zu jenen, die ihren Teil dazu beitragen, Beschreibungen zu finden und weiter zu entwicklen (und manchmal auch seinerseits mit anderen Beschreibungen zu verbinden). Ich gestehe an dieser Stelle, den Wissenschaftlern sehr dankbar für ihre Arbeit zu sein.

Doch das vorangegangene Zitat passt auch zu dem, was Wilber (in „Eros, Kosmos, Logos“) meint, wenn er (sinngemäß) sagt, dass es auf der Betrachtungsebene einer „Gesamtschau“ nicht darum gehen kann, alle existierenden Theorien zu begutachten und dann zu entscheiden, welche davon richtig und welche falsch sei, sondern darum zu erklären, in welchem Kontext die Gesamtheit dieser Ideen richtig sein könne. Und diese Frage nach dem Kontext ist gleichzeitig die Frage nach der Struktur des Kosmos, der ein Aufkommen so vieler grundverschiedener Disziplinen überhaupt ermöglicht.

In gewissem Sinne war genau diese letzte Frage auch jene von Darwin und Graham, wenn sie sich – bei aller notwendigen Trennung in fachspezifischer, wissenschaftlicher Betrachtung – nicht nur als Wissenschaftler, sondern auch als Theologen erwiesen.

Und so möchte ich diese Empfehlung, Michael Blumes neues, und in mehrfacher Hinsicht brückenschlagendes Buch „Evolution und Gottesfrage – Charles Darwin als Theologe“ zu lesen, beschließen zunächst mit einem dazu passenden Zitat von William Graham aus diesem Buch, welches – so für sich stehend – auch von einem modernen Mystiker stammen könnte, und einem anschließenden Zitat von Michael Blume.

„Dies ist die Konzeption, die das Ultimative Prinzip des Universums als ein tieferes, weiteres, größeres Etwas als die uns bekannte Materie oder das uns bekannte Bewusstsein erfasst; das Etwas, aus dem Materie und Gedanken nur spezielle Formen, Erscheinungen, Ausprägungen sind. Es sind die einzigen, die wir tatsächlich kennen können. Und dies nur mit ihren eigenen Mitteln, die aber dennoch weit davon entfernt sind, die transzendente Natur der Einen Ewigen Substanz und Macht am Grunde jener Dinge ausschöpfen zu können, die wir kennen, wie auch der unzählbaren anderen möglichen Selbstpräsentationen, von denen wir nichts wissen können.“

[William Graham, zitiert nach: M. Blume, Evolution und Gottesfrage, S. 144]

“ Ja, Wissenschaft – in ihren empirischen Ausprägungen wie auch in Philosophien und Theologien – ist mühsam und vermag uns, wie Darwin zu Recht bemerkte, lehrte und lebte, nicht von allen Zweifeln und drängenden Fragen zu befreien. Aber sie verbietet uns auch das Vertrauen, Hoffen und Glauben nicht, (…). Wir alle mögen dazu tendieren, unsere jeweilige wissenschaftliche oder religiöse Praxis bewusst und unbewusst weltanschaulich absolut zu setzen, gegen Fragen und Zweifeln abzusichern und damit weit hinter dem Niveau zu bleiben, das sich bereits vor mehr als einem Jahrhundert entfaltete. Aber wir können – wie es schon der Geistliche Bertrand Chartres († 1124) im 12. Jahrhundert formulierte – auch immer wieder auf die Schultern der Riesen vor unserer Zeit steigen, um von dort weiter in die Ferne zu sehen. Ob wir Atheisten, Agnostiker oder auch evolutionäre Theisten sind, die vertrauende Hoffnung, dass es Neues, Wichtiges, Wegweisendes zu entdecken gibt, darf uns verbinden und anspornen.“

[Michael Blume, Evolution und Gottesfrage, S. 158]

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links:

„Charles Darwin als Theologe…“ (bei Natur des Glaubens)

Charles Darwin: War nie Atheist (bei Natur des Glaubens)

„Besser als der Darwinismus. Ein Blick auf Charles Darwin als Theologen“ (Herder Korrespondenz 01/2013, S. 33 – 37)

„Neue Annäherung an Darwin – Michael Blumes Buch“ (bei Hintergründe von Hermann Aichele)

„Wie (mich) Facebook gewann…“ (bei Natur des Glaubens)

„Darwin, Evolution und Gottesfrage: Wider die seltsamen Allianzen“ (bei diesseits.de)

„Evolution und Gottesfrage“ (im Science-Shop)

„Evolution und Gottesfrage“ (bei amazon.de)

„Evolution und Gottesfrage“  (beim Herder Verlag)

„Anstatt nicht mehr
oder einfach wie bisher
von Gott zu reden,
käme heute
gerade für Philosophen und Theologen
alles darauf an
zu lernen,
behutsam neu von Gott zu reden!“

aus: Hans Küng, Der Anfang aller Dinge – Naturwissenschaft und Religion,
Piper Verlag München 2008, S. 122

Lange schon beschäftigt mich die Frage, wie man – besser: wie ich für mich – behutsam neu von Gott reden könnte. Zweifellos unterlag der „Gott der Religionen“ schon immer einer „Evolution“, und so ist es noch heute. Doch was ist mit dem „Gott der Mystik“?

Wenn ich mich dazu in der zeitgenössischen „spirituellen Szene“ so umschaue, dann gilt ähnliches, wie Küng schreibt: Entweder man redet nicht mehr, oder einfach wie bisher von (dem mystischen) Gott. Manchmal wird er auch brutal erschlagen, zerkaut wie Kaugummi, oder einfach mit allem Möglichen zu einem seltsamen Brei verrührt, was mir weder Evolution noch Revolution zu sein scheint, sondern kaum mehr als individualistisch-egozentrische Beliebigkeit.

Also was ist mit dem „Gott der Mystik“? Entzieht er sich „seiner Evolution“?

Als in uralten Tagen das erste Beben der Sprache meine Lippen erreichte, stieg ich den Heiligen Berg hinauf und sprach zu Gott: „Herr ich bin Dein Sklave. Dein verborgener Wille ist mein Gesetz, und ich will Dir ewig gehorchen.“
Aber Gott antwortete nicht und zog wie ein mächtiger Sturm vorüber.

Foto: Stefan Kraus 2010

Und tausend Jahre später stieg ich noch einmal den Heiligen Berg hinauf und sprach zu Gott: „Schöpfer, ich bin Deine Schöpfung. Aus Lehm hast Du mich geschaffen, und Dir verdanke ich alles, was ich bin.“
Aber Gott antwortete nicht, sondern zog vorüber wie tausend rasende Schwingen.

Und tausend Jahre später stieg ich noch einmal den Heiligen Berg hinauf und sprach zu Gott: „Vater, ich bin Dein Sohn. Aus Erbarmen und Liebe hast Du mir das Leben geschenkt,
und durch Liebe und Ehrfurcht werde ich Dein Königreich erben.“
Aber Gott antwortete nicht und zog wie der Nebel vorüber, der die fernen Hügel verhüllt.

Und tausend Jahre später stieg ich noch einmal den Heiligen Berg hinauf und sprach zu Gott: „Mein Gott, mein Ziel und meine Erfüllung. Ich bin Dein Gestern, und Du bist mein Morgen. Ich bin Deine Wurzel im Erdreich, und Du bist meine Blüte im Himmel, und gemeinsam wachsen wir dem Antlitz der Sonne entgegen.“
Daraufhin neigte sich Gott zu mir herab und flüsterte süße Worte in mein Ohr, und wie das Meer einen Bach, der zu ihm herabfließt, umfängt, so umfing er auch mich.
Und als ich in die Täler und Ebenen hinabstieg, war Gott auch dort.

aus: Khalil Gibran, Der Narr, Gott; Anaconda Verlag, Köln 2010, S. 109 f

„Unsere Ergebnisse erhärten die Vorstellung, dass das menschliche Gehirn so angelegt ist, dass wir gelegentlich mystische Erfahrungen machen können. Wir vermuten jedoch, dass man durch intensiveres Meditieren oder Beten die Wahrscheinlichkeit steigern kann, einen mystischen oder transzendenten Zustand zu erleben.

In der Praxis behalten die meisten Menschen mehrere Gottesbilder bei, aber die Vorstellung von Gott entwickelt sich genauso wie die Persönlichkeit eines jeden Menschen. Ich würde vermuten, dass die unterschiedlichen Persönlichkeiten Gottes – autoritär, kritisch, distanziert, gütig und mystisch – mit der neurologischen Evolution und Entwicklung des Gehirns zusammenhängen.

Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und behaupte, die Vorstellungen von autoritären Göttern sind mit den ältesten, primitiven Strukturen des Gehirns verbunden. Demgegenüber erleben wir einen gütigen oder mystischen Gott über die entwicklungsgeschichtlich zuletzt hinzugekommenen Hirnregionen, also die Strukturen, die bei jedem Menschen anscheinend einzigartig sind. Dieser entwicklungsbasierte Ansatz entspricht übrigens ungefähr der kulturellen Evolution der religiösen Tradition in aller Welt. (…) In den Gehirnen unserer Vorfahren ist irgendetwas vorgefallen, das uns die Kraft gegeben hat, diesen autoritären Gott zu zähmen. (…)

Es ist einfach, sich die Vorstellung eines gütigen Gottes zu eigen zu machen, aber es ist deutlich schwieriger, mystische Eigenschaften zu erfahren. Unsere Umfrage zu spirituellen Erfahrungen hat gezeigt, dass sich Erlebnisse des Einsseins, in denen Gott zu einem faktisch unbeschreiblichen Gefühl verwandelt wird, spontan ereignen. Dies ist auch bei erfahrenen Meditierenden der Fall. Nahezu alle, die höhere Bewusstseinsebenen erfahren, fühlen sich friedlicher und entspannter, aber nur wenige erleben stark veränderte Bewusstseinszustände, die eine rapide Veränderung der spirituellen Glaubensüberzeugungen herbeiführen. Offensichtlich wird unsere Fähigkeit, mystische Bewusstseinszustände zu erleben, davon beeinflusst, wann und wie lange wir meditieren, aber es gibt der Meinung vieler östlicher Lehrer nach keine Garantie für die Erfahrung einer Erleuchtung. (…)

Anhänger der verschiedensten religiösen Traditionen haben es zwar geschafft, einen mystischen Geisteszustand zu erreichen, doch sie scheinen sich in einem Punkt einig zu sein: Der Geist wird Gott nie vollkommen verstehen können. Die Erfahrung ist zu mächtig, zu eindrucksvoll und zu tief greifend, als dass sie mit Bildern oder Worten beschrieben werden könnte. Gott wird zur Totalität des Lebens und zu einer Kraft, die vollkommen und unbestreitbar real ist. Dieser Gott lässt sich aber mit den Lehrsätzen der traditionellen Glaubensrichtungen nicht so einfach fassen.“

aus: Andrew Newberg u. Mark Robert Waldman, Der Fingerabdruck Gottes – Wie religiöse und spirituelle Erfahrungen unser Gehirn verändern, Verlag Goldmann, München 2012, S. 157 f., 170 f.

Diese kleinen Auszüge aus dem Buch „Der Fingerabdruck Gottes“ der Neurowissenschaftler Newberg und Waldman seien vorweggeschickt, um – möglicherweise noch immer zu kurz – das folgende Zitat aus dem gleichen Buch ein wenig verständlicher zu machen, um das es mir eigentlich geht:

Der Gott der Zukunft müsste viele Funktionen gleichzeitig ausüben und die Grenzen der zahlreichen Interpretationen von historischen religiösen Schriften überschreiten können. (…) Was auch immer Gott oder das Universum sein mag, wir bekommen nur einen kleinen Ausschnitt davon zu sehen. (…) Vielleicht können wir auf ähnliche Art und Weise ein vollkommeneres Gottesverständnis erlangen, indem wir all unsere Beschreibungen der menschlichen Natur, der Realität, der Spiritualität und des Universums zusammentragen.
Der Gegner eines pluralistischen Gottes wäre eine Widerspiegelung von Selbstsucht, Angst, Beklommenheit, Wut und Rassismus – mit anderen Worten: all der Qualitäten, die sich in einer »Wir gegen sie«-Mentalität manifestieren. Aber Sie können die Amygdala, den neuronalen Fundamentalisten des menschlichen Gehirns, nicht einfach herausreißen. Sie müssen stattdessen lernen, sie mit Bildung, Kontemplation und Liebe zu bändigen, und genau darauf sind der frontale Kortex und der anteriore cinguläre Kortex ausgelegt. Sie können sich eine bessere Zukunft vorstellen und die Welt manipulieren, sodass diese Träume wahr werden. Und solange es unbeantwortete Fragen über uns selbst, das Universum oder den Sinn des Lebens gibt, wird das menschliche Gehirn immer wieder neue spirituelle Rahmenbedingungen schaffen, um eine unfassbar komplexe Welt zu verstehen.

a.a.O. S. 173 f.

Es steht außer Frage, dass der Mensch noch ziemlich am Anfang seiner potentiellen Evolution steht. Gleiches gilt zweifelsohne auch für Geist und Bewusstsein. Für den heutigen Menschen ist es kaum bis gar nicht vorstellbar, dass, wie und wohin Geist und Bewusstsein sich im Laufe künftiger Evolution weiterentwickeln werden. Dennoch gibt es keinen Grund für die Annahme, Geist, Bewusstsein und kognitive Fähigkeiten hätten mit uns in Verstand, Vernunft und Rationalität den Höhepunkt ihrer möglichen Entwicklung erreicht. Wir sind Wesen des Übergangs, wie Hoimar von Ditfurth das – auch und gerade im Hinblick auf Geist – einmal nannte.

Das relativiert nicht nur das zeitgenössische wissenschaftliche Weltbild und die kosmischen Vorstellungen der Religionen, sondern auch die nicht selten verabsolutierend wirkenden Erkenntnisse der Mystik über das „Wesen“ des Kosmos. Die genaue und offen kritische „Betrachtung“ mystischer Erfahrung führt letztlich zu der Einsicht, dass in ihr selbst keinerlei (spirituelle, religiöse, philosophische) Erklärung für sie vorgetragen werden kann. Alles, was bei dem Verlassen der unmittelbaren Erfahrung als Erkanntes ausgesagt wird, ist Interpretation des Erfahrenen.

Allerdings ist Mystik auch weit mehr als die Nach-Interpretation einer ansonsten bedeutungslosen Erfahrung. Aus der Mystik hervorgegangene kosmische „Modelle“, wie die Omega-Punkt-Theorie Teilhard de Chardins oder der holarchische Kosmos Ken Wilbers, sind Momentaufnahmen eines jetzt möglichen Geistes und Bewusstseins. Es ist nicht plausibel anzunehmen, dass sie absolute Erkenntnis seien. Wie auch physikalische Theorien nur auf sich selbst bezogen und nur eine Methode zur Beschreibung einer Dimension von Wirklichkeit sind, wie sie Homo sapiens im derzeitigen evolutiven Entwicklungsstand von Geist, Kognition und Bewusstsein jetzt wahrzunehmen in der Lage ist, so kann auch Mystik nicht die höchst- und letztmögliche, absolute Quelle der endgültigen Erkenntnis des Kosmos im Laufe aller Zeiten sein.

Das macht Erfahrung und Aussage der Mystik zwar zu einem Relativen, jedoch nicht zu einem Falschen und Bedeutungslosen. Trotz der Relativität der Naturwissenschaften – eine allumfassende Wirklichkeitserfassung ist mit ihnen nicht möglich – beschreiben Sie dennoch ja ein gutes Stück Wirklichkeit. Das aber bemisst sich an der empirischen Funktionalität. Ob diese – eben funktionierende – Beschreibung von Wirklichkeit tatsächlich genau der Wirklichkeit entspricht, lässt sich  – wie bereits an anderer Stelle in diesem Blog gesagt – aus grundsätzlichen Erwägungen nicht beantworten. Zwar lässt sich dies nicht unmittelbar auf die Mystik übertragen, jedoch ließen sich hier durchaus Analogien aufzeigen, die der Mystik ebenso ihren Platz in den berechtigten Erkenntnisarten, Sichtweisen und Orientierungen verschaffen sollten. Klar sein muss dabei allerdings, dass Mystik in ihrer eigenen Sprache spricht und nicht in das Korsett von Greifbarkeit und Kausalität gezwungen werden kann.

Der mystische Erkenntnis bringende Geist ist nur ein vorläufiger, und sein Bewusstsein ist ein Übergang. Aussagen der Mystik haben ihre Wahrheit. Aber sie haben sie nur für jetzt mögliches Bewusstsein. Vielleicht bleiben sie relativ wahr, in einer erst später erkennbaren, größeren Wahrheit, die ihrerseits wiederum nur relativ sein wird. Als absolut aber sind solche Wahrheiten derzeit nicht denkbar, wenn man akzeptiert, dass Geist noch lange nicht den Höhepunkt seiner potentiellen Entwicklung in der Evolution des Kosmos erreicht haben wird. Auch in spiritueller Hinsicht sind wir, die modernen Menschen, im Kosmos und in der Evolution nur Wesen des Übergangs.

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