„Die Wunde schließt der Speer nur, der sie schlug.“

Richard Wagner, Parsifal (Dritter Aufzug)

Vielleicht ist es ja gerade dieses durch die Liebe erstarkte Ich, das in einem nicht enden wollenden Schmerz oder einer Untröstlichkeit eines Menschen letztlich doch Teil seiner eigenen Erlösung wird, wenn die Kraft der es umfangenden und einenden Liebe es aus der Bahn des Sich-Selbst-Umkreisens wirft, hinein in ein lichtes und ruhendes Schauen auf das, woran es im unerreichbar tiefsten Grunde leidet; wenn es transparent wird hin auf die Seele des Lebens und allen Seins; wenn es dienmutig liebend sich hinwendet zu allem, was ihm ein Gegenüber sein kann, heilsam einend sich selbst und das Getrennte, als Ahnung dessen, was der Mensch sein soll und werden kann.

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