„Anstatt nicht mehr
oder einfach wie bisher
von Gott zu reden,
käme heute
gerade für Philosophen und Theologen
alles darauf an
zu lernen,
behutsam neu von Gott zu reden!“

aus: Hans Küng, Der Anfang aller Dinge – Naturwissenschaft und Religion,
Piper Verlag München 2008, S. 122

Lange schon beschäftigt mich die Frage, wie man – besser: wie ich für mich – behutsam neu von Gott reden könnte. Zweifellos unterlag der „Gott der Religionen“ schon immer einer „Evolution“, und so ist es noch heute. Doch was ist mit dem „Gott der Mystik“?

Wenn ich mich dazu in der zeitgenössischen „spirituellen Szene“ so umschaue, dann gilt ähnliches, wie Küng schreibt: Entweder man redet nicht mehr, oder einfach wie bisher von (dem mystischen) Gott. Manchmal wird er auch brutal erschlagen, zerkaut wie Kaugummi, oder einfach mit allem Möglichen zu einem seltsamen Brei verrührt, was mir weder Evolution noch Revolution zu sein scheint, sondern kaum mehr als individualistisch-egozentrische Beliebigkeit.

Also was ist mit dem „Gott der Mystik“? Entzieht er sich „seiner Evolution“?

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