Es war ein langer Weg gewesen, verworren wie durch ein Labyrinth führend, und doch: rückblickend so geradlinig scheinend, als hätte der Weg nur hier her führen können. Nun stand ich kurz vor dem Ziel, in diesem Vorzimmer, in dem all die Fragen gesammelt waren, welche mich hier her geleitet hatten. Hinter dieser einen, nächsten und letzten Türe würde die Antwort warten; die eine Antwort auf alle Fragen.

Ich stellte mir vor, wie ich die Klinke herunter drücken würde, die Türe öffnen, wie ich hindurch gehen würde, um in einem lichtdurchfluteten leeren Raum der Stille und des Friedens den Rest meines Lebens zu verbringen. Gedanken- und wortlos würde die Antwort jede Faser meines Körpers durchströmen, meinen Geist zur Ruhe bringen und mein Herz weiten in eine endlich von mir selbst befreite Glückseligkeit.

Also drückte ich die Klinke herunter, öffnete diese letzte Türe, und ging hindurch. Und als ich hindurch ging, umfing mich ein blendend helles Licht und es erfüllte mich eine ungekannt wohlige Wärme.

Als sich die Türe hinter mir schloss, befand ich mich in einem dunklen Raum. Tosender Lärm umgab mich, Regen durchnässte mich und ein kalter Wind ließ mich frösteln. Ich war müde und hatte Hunger.

In einer Ecke des Raumes fand ich Streichhölzer und eine Lampe. Ich zündete die Lampe an und sah mich um. In einer anderen Ecke des Raumes befanden sich Werkzeug, Holz und Steine; und wieder in einer anderen Ecke waren Erde, eine Schaufel und Samen von Pflanzen. In der vierten Ecke schließlich lagen ein leeres Buch, ein Stift, Leinwand und Farben.

Das also war die eine Antwort.

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