Sie glauben an Gott, sie verwerfen Gott, sie erklären Gott, sie suchen Gott, sie hassen Gott, sie lieben Gott, sie definieren Gott, sie verneinen Gott, … Als wäre Gott ein neues Auto auf dem Markt, oder ein Handy, ein fixierbares Ding, das jeder in gleicher Weise sehen, erwerben, beurteilen, verfügen und nutzen könne.

„Glaubst du an Gott?“

Was für eine seltsame Frage. Wer oder was ist denn Gott?

Die Menschen machen es sich gerne einfach. Nicht ohne Grund findet sich im vorangegangenen Artikel statt eines kurzen links eine nervig lange Liste mit einer Auswahl (!) von Bezeichnungen, die für das stehen, was als oder rund um Christus und/oder/statt Jesus richtig sein soll(te). Christus, der Erlöser. Christus, das Sühneopfer. Christus, der Gottmensch. Der kosmische Christus. Der (vermeintlich) historische Christus. Christus der Archetypus. Christus, die leibliche Gestalt auf der Wolke. Christus, das mystische Symbol. Christus, der Freund. Christus, der Rebell. Christus, der zukünftige Mensch. Christus, …

Lange bevor ich aus der römisch-katholischen Kirche austrat, glaubte ich in ganz anderer Weise an Christus, als meine Kirche es lehrte. War ich also kein Christ mehr?

Es ist nicht falsch, eine Meinung, einen Glauben, eine Erfahrung, eine Religion oder Konfession zu haben. Es ist nicht falsch, darüber nachzudenken und zu diskutieren.

Was ist denn, wenn bei allen Unterschieden der konfessionellen Christologien auf einer „höheren Ebene“ ein Christus „aufscheint“, der alle Christusbilder umfasst, ohne diese im einzelnen zu sein? Veilleicht sozusagen ein „emergenter“ Christus, oder das Ergebnis „spiritueller Schwarmintelligenz“?

Nein, das ist keine These. Nur eine Denkmöglichkeit von vielen. Ich bin zu müde geworden, mich mit solchen Fragen noch länger theo-logisch zu beschäftigen. Ich habe, was Christus (nicht: den historischen Jesus) betrifft, eine „spirituelle Intuition“. Und warum sollte diese verkehrter sein, als die tausend anderen Sichtweisen?

Der Ausgangspunkt dieser „Überlegungen“ liegt in den vergangenen Ostertagen, die mich in eine intensive Beschäftigung mit meinen christlichen Wurzeln geführt haben. In diesen Tagen habe ich auch den Menschen zugehört. Wie sie

Quatsch mit Soße. Den Grund für meine Frage im vorangegangenen Artikel kennt jeder, der die Pfingstgeschichte kennt.

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