Das Sutta von der liebenden Güte

 

 Wem klar geworden, dass der Frieden des Geistes

das Ziel seines Lebens ist,

der bemühe sich um folgende Gesinnung:

Er sei stark 

aufrecht und gewissenhaft

 freundlich 

sanft und ohne Stolz.

Genügsam sei er

leicht befriedigt

nicht viel geschäftig und bedürfnislos.

Die Sinne still

klar der Verstand

nicht dreist

nicht gierig sei sein Verhalten.

Auch nicht im Kleinsten soll er sich vergehen

wofür ihn Verständige tadeln könnten.

Mögen alle Wesen glücklich sein und Frieden finden.

Was es auch an lebenden Wesen gibt:

ob stark oder schwach

ob groß oder klein

ob sichtbar oder unsichtbar

fern oder nah

ob geboren oder einer Geburt zustrebend –

mögen sie alle glücklich sein.

Niemand betrüge oder verachte einen anderen.

Aus Ärger oder Übelwollen wünsche man keinem

irgendwelches Unglück.

Wie eine Mutter mit ihrem Leben

ihr einzig Kind beschützt und behütet

so möge man für alle Wesen und die ganze Welt

ein unbegrenzt gütiges Gemüt erwecken:

ohne Hass

ohne Feindschaft

ohne Beschränkung

nach oben

nach unten und nach allen Seiten.

Im Gehen oder Stehen

im Sitzen oder Liegen

entfalte man eifrig diese Gesinnung:

Dies nennt man Weilen im Heiligen.

Wer sich nicht an Ansichten verliert

Tugend und Einsicht gewinnt

dem Sinnengenuss nicht verhaftet ist –

für den gibt es keine Geburt mehr.

 

Übers. von Vimalo

Quelle: Buddhistische Gesellschaft Berlin e.V.

.
Damit begebe ich mich nun in eine Blog-Pause. Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich eine friedvolle Zeit.

Advertisements