Ein funkelnder Himmel, strahlende Augen. Ein Moment, der tief berührt.

Vielleicht wirst auch du das alte Jahr mit Böllern verabschieden, das neue Jahr mit Raketen begrüßen…

Wirst du dann daran denken, dass deine Feuerwerkskörper möglicherweise von Kindern hergestellt wurden?

Wirst du an die Tiere denken, die in diesen Stunden des Lärmens unter größten Ängsten leiden?

Wirst du daran denken,  dass unzählige hungernde Menschen von dem pekuniären Gegenwert dieses kurzen Vergnügens über Jahre ihr Auskommen hätten?

Es ist schon eine seltsame Angelegenheit, diese Sache mit dem Mitgefühl. Das Schicksal einer nicht-realen Figur in einem Animationsfilm treibt uns die Tränen in die Augen, doch das Schicksal ungezählter realer Lebewesen lässt uns kalt, zumindest unser Verhalten unbeeinflusst, solange wir sie nicht kennen oder sehen.

Wer ist des Menschen Nächster? Wer, in unserer heutigen, globalisierten Welt? Wie konkret muss uns „abstraktes“ Leid Anderer werden, damit es Eingang in unsere Herzen findet? Damit es eine Berührung erfährt, die uns nicht nur reden und fordern lässt, sondern unserem eigenen Verhalten einen Anstoß gibt?

Um das Herz zu schulen, muss man auch den Verstand benutzen.

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