Kürzlich besuchte ich das Haus der Völker in Schwaz. Im Asien-Saal stieß ich auf eine Skulptur von Guanyin. Auf der Tafel daneben las ich, dass Guanyin eine Mutation des Bodhisattvas Avalokiteshvara sei, entstanden um die Wende vom ersten zum zweiten Jahrtausend aus dem Bedürfnis des gläubigen Volkes nach einer weiblichen Gottheit.

„Guck mal, Gott“ sagte ich da, „So klein sind die Menschen oft, dass sie sich ihre Götter manchmal einfach zurechtbasteln.“
„Guck mal, Stefan“ sagte da Gott, „So klein sind die Menschen oft, dass sie nicht für möglich halten, dass ich dennoch auch das manchmal bin.“

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