„Wir schauen nach ihm und sehen ihn nicht:
Er ist der Unkennbare.
Wir horchen nach ihm und hören ihn nicht:
Er ist der Unvernehmbare.
Wir greifen nach ihm und fassen ihn nicht:
Er ist der Unfassbare.
Seines Wesens Dreiheit ist nicht zu trennen;
Sie ist nur ineinander verschlungen als Einheit zu erkennen.
Seine Oberfläche ist nicht klar,
Seine Tiefe nicht undurchdringbar.
Ewig wirkend, kann man ihn doch nicht benennen.
Er reicht bis ins Wesenlose zurück.
Er heißt: des Gestaltlosen Gestalt,
Des Bildlosen Bild.
Er heißt: das Unfassbar-Geheimnisvolle.
Man geht ihm entgegen und findet seinen Anfang nicht.
Man folgt ihm und findet sein Ende nicht.
Wer den Geist (Tao) der alten Meister versteht,
Beherrscht seine Zeit
Und durch ihn aller Zeiten Uranfänglichkeit.
Das heißt des Geistes unendliche Kette.“

Das Unnennbare – Eine – Der Große Geist von Laotse
4. Jahrhundert v. Chr.
Advertisements