Beim Aufräumen entdeckte ich dieses kleine Gebet wieder…

Ein kleines Gebet

Gott, als ich noch ganz und heil war,
wie ein Gefäß, das nur von dir gefüllt werden wollte,
schicktest du einen kleinen Lichtstrahl nur,
der sich verfing in mir, dem Gefäß.

Doch das Gefäß war zu schwach,
auch nur diesen kleinen Lichtstrahl festzuhalten.
Wäre es stark genug gewesen,
nie wäre dieses kleine Licht wieder hinausgelangt.

So zerbarst das Gefäß, das ich war,
in tausend Scherben,
Oh Gott! Wie schmerzte dies!
Und tausend Scherben fielen in Staub und Dreck.

Doch du schicktest die Sintflut,
einen unendlichen Regen der Tränen,
du wuschest die Scherben rein,
und trocknetest sie in deiner Sonne.

Tausend Scherben bin ich nun,
tausend blanke Scherben,
die dir, Gott, nun manchmal dienen,
als viele kleine Spiegel deiner Liebe.

Wem diente ich als Gefäß,
außer mir selbst?
Nun diene ich deinem Licht.
Ich hab’ es wirklich gut getroffen.

DU hast mich wirklich gut getroffen.
Danke, Gott.

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