Wenn ich jedes Lebewesen im Einen erkenne,

dann sehe ich in jedem Lebewesen Gottes Antlitz,
 
und nenne es Bruder oder Schwester.
 
Wie könnte ich dann einem Lebewesen Leid zufügen,
 
ohne es zu bereuen?
 
 

Die erhobene Hand ist ein wichtiges Symbol der Jain-Religion. Zum einen gebietet sie Einhalt: Stop! Wird durch das Denken, Reden oder Tun auch nicht das wichtigste Prinzip, nämlich Ahimsa, verletzt? Ziel ist für den Jain die Durchbrechung des Kreislaufs von Tod und Wiedergeburt durch die rechte Lebensweise. Auch insoweit bedeutet die Hand ein „Stop!“: Es soll diesen Kreislauf beenden und den Jain daraus befreien. Schließlich steht die Hand auch als Geste des „Fürchte dich nicht!“.  Menschen sollen nicht unter der Bindung an ihr Karma leiden, denn es gibt einen Weg zur Befreiung.
 
 
 
Das Rad in der Hand (Kalachakra) bedeutet für die Jain, dass die Zeit anfangs- und endlos ist, nur in Zeitabschnitte unterteilt. Es steht für Samsara, die Zyklen der Geburt und des Todes, die alle Lebewesen nach dem Glauben der Jain infolge der Wiedergeburt durchleben. Die 24 Speichen des Rades symbolisieren die 24 Furtbereiter (Tirthankara) der Jain-Religion.
 
 
 
Der Schriftzug in der Mitte des Rades lautet „Ahimsa“. Ahimsa ist das zentrale ethische Prinzip der Jain-Religion und bedeutet Gewaltlosigkeit, Nichttöten.
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