Was kann die Mystik über den Tod aussagen?

Nichts.

Es gab und gibt Mystiker, die über den Tod, und über das, was vielleicht dem Tod folgt, schweigen. Doch es gibt auch Mystiker, die darüber etwas sagen. Schaut man genauer hin, erweisen sich diese Aussagen letztlich nur als in kausalem Denken gewonnene Ableitungen von Grundannahmen, die (wohl kulturell bedingt unterschiedlich) als aus mystischen Erfahrungen gewonnen gesetzt werden.

Unmittelbar in der mystischen Erfahrungen schaut man nichts über den Tod oder das, was ihm folgt. Er ist darin schlichtweg nicht existent.

Libera me, Domine, de morte aeterna.

Antworten auf diese Fragen bieten die Religionen. Die Frage danach, was dem Tod folgt, ist so alt wie die Menschheit. Vermutlich war sie überhaupt einer der Samen für das Entstehen von Religion in der Evolution.  Noch heute kreisen Religionen wesentlich um das, was dem Tod folgt. Aller „Wert“ und alle Bedeutung eines jeden Lebens wachsen ins Unermessliche angesichts der schein- oder offenbaren Endlichkeit seiner unvergleichlichen und kostbaren Einzigartigkeit.

Der Glaube ist ein Spiegel der Wirklichkeit Gottes.

Auch der Mystiker kann nicht schauen und lehren, was dem Tod folgt. Aber vielleicht kann er erkennen, was die Frage nach dem Tod bedeutet.

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