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“My experience of God is too big for one religion.
My experience of people is too broad for one tribe.
I love my roots, but refuse to be a religious bonsai.”

Rabbi Rami Shapiro

”Wisse, bevor die Emanationen emanierten
Und Geschöpfe erschaffen wurden
Gab es nur das einfache höhere Licht, welches die ganze Wirklichkeit ausfüllte.
Und es gab keinen leeren Raum und keine leere oder unausgefüllte Atmosphäre.
Sondern es war alles voller jenes unendlichen einfachen Lichtes.
Und dieses hatte weder Anfang noch Ende,
Sondern es war alles einziges einfaches vollkommen gleichmäßiges Licht, und dieses hieß:
Licht der Unendlichkeit.
Und als in Seinem einfachen Willen der Wunsch wach wurde, die Welten zu erschaffen und die Emanationen zu emanieren,
Und dabei die Perfektion
Seiner Taten, Seiner Namen, Seiner Bezeichnungen erleuchten zu lassen,
Wurde das zum Grund der Erschaffung der Welten.
Und siehe, sodann schränkte sich die Unendlichkeit in ihrem zentralen Punkt ein,
Exakt im Zentrum
Und jenes Licht kontrahierte
Und entfernte sich weit an die Ränder dieses Punktes.
Und sodann blieb leerer Raum, ein Vakuum,
Von diesem mittleren Punkt.
Und siehe, diese Kontraktion war vollkommen gleichmäßig
Um diesen leeren mittleren Punkt herum.
So, dass jener leerer Raum
Von allen Seiten in vollkommener Gleichmäßigkeit kreisförmig wurde.
Und siehe, nach der Einschränkung
Nach welcher leerer Raum und Vakuum entstand,
Im exakten Zentrum des unendlichen Lichtes,
War nun Raum da,
In dem Geschöpfe, und Emanationen und Kreaturen existieren konnten.
Sodann zog sich aus dem Unendlichen Licht ein einziger Lichtstrahl
Und stieg herab ins Innere jenes Raumes
Und entlang dieses Strahls erschuf, formte und machte und kreierte Er alle Welten.
Bevor diese Welten ins Leben gerufen wurden,
Gab es nur Unendlichkeit, und ihr Name war Eins,
In einer so herrlichen und verborgenen Einheit,
Dass sogar den Engeln, die Ihm am nächsten standen,
Die Kraft zur Erkenntnis der Unendlichkeit fehlte,
Und es gibt keinen Verstand, der Ihn erfassen könnte,
Denn Er hat keinen Ort, keine Grenzen, keinen Namen.”

ARI Isaak Luria, 1534-1572
Ez Chaim, „Baum des Lebens”

Durch Zufall stieß ich kürzlich auf die Gematria der jüdischen Mystik: Im hebräischen Alphabet existierten für Zahlen keine speziellen Zeichen, so dass man auch für Zahlen die Buchstaben selbst verwendete. Auf diese Weise konnte und kann ein Wort im Hebräischen gleichzeitig als Zahlenfolge gelesen werden, die sich auf unterschiedliche Arten zu anderen Zahlenfolgen in Beziehung setzen lässt, was zur Schriftdeutung, aber auch zur Meditation dient.

So bedeutet das hebräische Wort Achad im Deutschen Das Eine und bildet den Zahlenwert 13 (1+8+4).  Ahawa bedeutet Liebe und hat ebenfalls den Zahlenwert 13 (1+5+2+5). In der Gematria sind nun diese beiden Worte austauschbar und bzw. oder ineinander umformulierbar (!). Aber mehr noch: Die Summe beider Zahlenwerte der Worte Achad und Ahawa, Das Eine und die Liebe, beträgt 26, und das ist der Zahlenwert von Jahwe (10+5+6+5).

Ganz gleich, wie man zur Gematria steht, ob man sie als unmittelbares Mysterium, oder als eine magisch-mystizistische Angelegenheit betrachtet: Sie eignet sich wunderbar zur Meditation.

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